Fantastische Literatur und Filme

Aufnahme von einer Masse von Science-Fiction-Büchern, -DVDs und -Blurays aus meinem Besitz -- dem Thema von "Astron Alpha"

Willkommen auf Astron Alpha – meiner Webseite für Science-Fiction-Besprechungen!

 

Astron Alpha bietet ausführliche, kriti­sche Rezensionen von Spielfilmen und von Büchern – Romane, Anthologien und Sachbücher – zur Science-Fiction. Anspruchsvolle Meisterwerke des Genres werden ebenso gewürdigt wie einfältige B-Movies oder Unterhaltungs­romane, und auch richtig schlechte Trashfilme oder schundige Heftromane werden nicht ausgeklammert. Ein gewis­ser Schwerpunkt liegt bei meinen Rezensionen auf älteren und entlege­neren Filmen und Büchern. Ich liebe Science-Fiction, aber nerdige Engstir­nig­keit liegt mir fern – für mich steht vor allem der sense of wonder und der Unterhaltungswert der Science-Fiction, weniger ihre „Wissen­schaftlich­keit“ im Vordergrund. Diese Webseite ist ein privates Hobby von mir, das keinerlei Erwerbsinteressen verfolgt. Sämtliche Artikel habe ich selbst ver­fasst. Mein Name ist Michael Haul, und wer mehr über mich wissen will, der klicke auf den Menü­punkt Thema oder auch hier.

 

Allgemein gilt: Meine Besprechungen enthalten in der Regel Spoiler – wer sie vermeiden will, sollte also die Bespre­chun­gen erst dann lesen, nachdem er die besprochenen Werke selbst ge­nos­sen hat. Die Begründung meiner Auffas­sung zum Spoilerproblem habe ich auf der Thema-Seite dargelegt.

 

Astron Alpha ist im Januar 2016 an den Start gegangen und wird fortwährend mit neuen Artikeln gefüllt. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!


Neueste Artikel

Feinde aus dem Nichts (GB 1957)

 

Nach dem Erfolg von Schock (1955), ihrem ersten Spielfilm mit dem Wissenschaftler Professor Bernard Quatermass als Hauptfigur, legten die legendären Hammer Film Productions zwei Jahre später dieses Sequel nach, das wie schon der erste Film auf einer TV-Serie von Nigel Kneale und Rudolph Cartier basierte. Feinde aus dem Nichts ist ein brillanter Paranoia-Thriller, in dem Quatermass nach und nach eine feindliche Alienunterwanderung aufdeckt, die bereits bis in die höchsten Kreise der Regierung und Staatsorgane fortgeschritten ist. Der Film ist vielleicht die beste Be­arbeitung des Body Snatcher-Themas aus den Fünfzigerjahren.


Schock (GB 1955)

 

Mit diesem Science-Fiction-Horrorklassiker stiegen die legendären Hammer Films in die Produktion zahlreicher Horrorfilme ein, von denen viele überaus erfolgreich und stilbildend wurden. Gedreht nach dem von Nigel Kneale (1922–2006) geschriebe­nen TV-Sechsteiler The Quatermass Experiment (1953), der damals in Großbritan­nien ein Straßenfeger gewesen war, erzählt der Film vom tragischen Schicksal ei­nes Astronauten, der im All von einer fremden Lebensform infiziert wurde und sich zurück auf der Erde langsam in ein Monster verwandelt. Ein straffer, erstklassiger Science-Fiction-Film mit großartig spielenden Hauptdarstellern.


Szenenfoto aus dem Film "Im Staub der Sterne" (DDR/Rumänien 1976) von Gottfried Kolditz; Ekkehard Schall

Im Staub der Sterne (DDR/Rumänien 1976)

 

Der mit Jana Brejchová, Alfred Struve und Ekkehard Schall (links) hervorragend be­setzte Science-Fiction-Streifen von Gottfried Kolditz (1922–1982) erzählt eine pla­kative Polit-Mär, in der die perfekte kommunistische Gesellschaft der fernen Zu­kunft auf einem fremden Planeten mit rückständigen kapitalistischen Sklavenhal­tern konfrontiert wird. Der Film punktet mit ausgesprochen schrillen Kostümen, bunten Bauten und tollen Schauplätzen, und auch die Story gibt auf den zweiten Blick mehr her als schlichte Propaganda. Leider krankt der „Barbarella-Film der DDR“ aber an seiner geradezu lähmenden, behäbigen Inszenierung.


Szenenfoto aus dem Film "Sie leben" (They Live, USA 1988) von John Carpenter; Roddy Piper

Sie leben (USA 1988)

 

John Carpenters hemdsärmelige Science-Fiction-Sozialsatire ist ein bissiger Kom­mentar auf die manipulative, kapitalistische Konsumgesellschaft des Westens und ein klares Statement für das Selbstbewusstsein der verarmten Arbeiterklasse, die im Raubtierkapitalismus der Reagan-Ära zunehmend unter die Räder geriet. Über­dies ist der Film eine originelle Variante des altehrwürdigen Themas der Alienunter­wanderung. Wrestlingstar Roddy “Rowdy” Piper (1954–2015) und Keith David (geb. 1956) geben zwei raubeinige Malocher, die dem System kräftig in die Eier treten, und B-Film-Star Meg Foster (geb. 1948) ist auch dabei. Ein launiger Streifen!


Ausschnitt aus dem Buchcover für den Roman "Paradox" von Phillip P. Peterson (Bastei Lübbe Verlag 2015)

Phillip P. Peterson: Paradox (2015)

 

Der preisgekrönte Hard-SF-Roman des deutschen Autors Phillip P. Peterson (geb. 1977) verbindet ein spannendes Raumfahrtabenteuer mit einer kühn ausgemalten Spekulation über das berühmte Fermi-Paradox, die Frage also, weshalb uns die Aliens nicht schon längst besucht haben, wenn es sie denn, wie uns die Evolutions­theorie nahelegt, in großer Anzahl im Universum gibt. Das im Hier und Jetzt an­gesiedelte Raumfahrtdrama ist erstklassig recherchiert und überaus glaubwürdig und spannend erzählt, während Petersons Lösung des Fermi-Paradox am Ende zwar nicht neu ist, aber doch einen frappierenden Effekt hat. Ein toller Roman!


Ausschnitt aus dem Buchcover für den Roman "Das Fiasko" von Stanislaw Lem (Verlag Volk und Welt 1986)

Stanisław Lem: Fiasko (1986)

 

In seinem letzten Science-Fiction-Roman, den der polnische Autor Stanisław Lem (1921–2006) veröffentlichte, bevor er sich ganz vom Genre abwandte und nur noch dem Verfassen von Essays und philosophischen Schriften widmete, wird von einer interstellaren Mission der Erde zu einem von einer intelligenten Spezies bewohn­ten Planeten erzählt. Die Menschen wollen mit unseren „Brüdern im All“ Kontakt aufnehmen – und müssen frustriert feststellen, dass sie keineswegs willkommen sind. Leider ist der Roman sehr stark vom Lem-typischen essayistischen Stil geprägt und eine reichlich zähe, behäbige Lektüre.


Szenenfoto aus dem Film "2001: Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick (2001: A Space Odyssey, GB/USA 1968); Konjunktion von Sonne, Erde und Mond

2001: Odyssee im Weltraum (GB/USA 1968)

 

Dieses Meisterwerk von Stanley Kubrick (1928–1999), das im vergangenen April das 50-jährige Jubiläum seiner Premiere feierte und zu diesem Anlass auch wie­der in mehreren Kinos aufgeführt wurde, ist zweifellos ein Meilenstein des Science-Fic­tion-Kinos. Viele halten das Epos sogar für den besten Science-Fiction-Film aller Zeiten. Seine beeindruckende tricktechnische Brillanz, seine akribisch realistische Darstellung künftiger Raumfahrt, seine spekulative Kühn­heit und vor allem seine überwältigende, opernhafte audiovisuelle Präsenz begeistern noch heute. Ein gi­gantischer Film.


Buchcover zu dem Roman "Der dunkle Wald" (The Dark Forrest, Heian Senlin, 2008) von Liu Cixin (Ausschnitt)

Liu Cixin: Der dunkle Wald (2008)

 

Die höchst unterhaltsame chinesische Saga von der drohenden Inva­sion der Erde durch eine hochentwickelte Spezies aus dem Alpha-Centauri-System geht weiter! Im zweiten Band der „Trisolaris-Trilogie“ tischt uns Liu Cixin (geb. 1963) erneut ab­gedrehte „wissenschaftliche“ Ideen und knorrige Figuren auf, denen lei­der allzu oft der moralische Kompass fehlt. Damit bleibt er der Linie des ersten Ban­des Die drei Sonnen (2006) treu. Allerdings schaltet Liu hier noch einmal die Gänge hoch und katapultiert den Leser glattweg in eine waschechte Space Opera, die über 200 Jah­re in der Zukunft spielt. Eine kurzweilige Fortsetzung!


Szenenfoto aus dem Film "Jurassic World: Das gefallene Königreich" (Jurassic World: Fallen Kingdom, USA 2018); Tyrannosaurus Rex

Jurassic World: Das gefallene Königreich (USA 2018)

 

Das vierte Sequel zu Steven Spielbergs klassischem Blockbuster Jurassic Park – der mittlere Teil einer geplanten Jurassic World-Trilogie – wurde wie alle seine Vorgän­ger ein gigantischer Kassenschlager (momentan kratzt er an der Eine-Milliarde-Dol­lar-Marke bei den weltweiten Einnahmen). Die Kritiken fielen jedoch gegenüber den Bewertungen des Vorgängerfilms Jurassic World (2015) deutlich nüchterner aus. Gewiss, mit der Logik und den Motivationen der Figuren nimmt es das Dreh­buch nicht so genau. Dafür lenkt es das Franchise hier allerdings in eine völlig neue Richtung. Und eine mitreißende Actionshow ist der Film allemal!


Szenenfoto aus dem Film "Jurassic World" (USA 2015); Mosasaurus

Jurassic World (USA 2015)

 

14 Jahre nach dem letzten Sequel von Steven Spielbergs spektakulärer Dinosaurier-show Jurassic Park (1993), die damals tricktechnische Maßstäbe setzte, kehrte das Franchise doch noch nach langen, fruchtlosen Planungen ins Kino zurück – und wurde mit 1,6 Milliarden Dollar weltweiter Einnahmen prompt ein Megahit (und nach Star Wars – Das Erwachen der Macht der zweiterfolgreichste Film des Jahres 2015). Wider Erwarten gelingt es dem Film, obwohl er im Kern das alte Schema ei­ner gefräßigen Dinosaurierhatz wiederholt, eine Menge neuer Ideen einzubringen – und richtig klasse zu unterhalten!


Szenenfoto aus dem Film "Der Blob" (The Blob, USA 1988) von Chuck Russell

Der Blob (USA 1988)

 

War der Originalfilm Blob – Schrecken ohne Namen (1958) von Irwin S. Yeaworth Jr. noch ein handzahmer, ja, geradezu artig-braver Gruselfilm, tischte Chuck Russell 30 Jahre später dem Teenager-Publikum ein deftiges Splatter- und Gore-Spektakel auf, das auch heute noch, weitere 30 Jahre später, erstaunlich viel Spaß macht und tricktechnisch noch immer überzeugt. Der Blob aus dem All hat sich hier zu einem höllisch schnellen, gestaltwandlerischen und gerissenen Monster gemausert, vor dem niemand im beschaulichen Städtchen Arbeville sicher ist. Ein launiger Horror­spaß, der seinerzeit unverständlicherweise floppte.


Szenenfoto aus dem Film "Sky Captain and the World of Tomorrow" (USA 2004) von Kerry Conran; Gwyneth Paltrow und Jude Law

Sky Captain and the World of Tomorrow (USA 2004)

 

Kerry Conrans rasantes Sci-Fi-Action-Abenteuer ist eine liebevolle Hommage an die Kinoserials, Comics und Pulpmagazine der Dreißiger- und Vierzi­gerjahre, ein Feuerwerk von Retro-Futurismus, Art déco und Filmzitaten. Damit ist der Film ein Fest für jeden Science-Fiction-Geek und -Nostalgiker. Außergewöhn­lich ist seine visuelle Ästhetik: Der Film gilt als der erste Spielfilm, der kom­plett vor Blue Screens mit einem „digitalen Backlot“ gedreht wurde. An die Comic-Optik, die in zuviel Weichzeichner getränkt ist, muss man sich zwar erst gewöhnen, aber sie bietet eine wirklich außergewöhnliche Welt, die absolut sehenswert ist.


Szenenfoto aus dem Serial "King of the Rocket Men" (USA 1949) von Fred C. Bannon

King of the Rocket Men (USA 1949)

 

Dieses muntere, zwölfteilige Kinoserial von Republic Pictures mit seinem “Rocket Man”, dem fliegenden Helden mit Raketenanzug und Eisenhelm, hatte Dave Ste­vens zu seiner Comicfigur Rocketeer inspiriert, die Joe Johnston 1991 in einem Live-Action-Kinofilm auf die große Leinwand brachte. Anno 1949 jedoch zischte noch der originale Rocket Man durch die amerikanischen Kinos und musste die üblichen Actionabenteuer gegen einen finsteren Superschurken und dessen Hand­langer be­stehen. Die Handlung ist konventionell und Tristram Coffin in der Rolle des Rocket Man gewöhnungsbedürftig, aber Spaß macht die Show dennoch!


Szenenfoto aus "Rocketeer" (1991) von Joe Johnston; Bruce Campbell

Rocketeer (USA 1991)

 

Das von Joe Johnston (geb. 1950) nach Vorlage des Graphic Novels von Dave Ste­vens (1955–2008) inszenierte Action-Abenteuer floppte seinerzeit an den Kinokas­sen, gilt inzwischen allerdings als „unterschätzt“.  Tatsächlich ist Rocketeer ein tol­ler, unterhaltsamer Sci-Fi-Streifen, der die turbulente Action und den leichtgewich­tigen Schwung der Kino-Serials der Dreißiger- und Vierzigerjahre in vollen Zügen auslebt und dabei auch nicht mit Humor spart. Der Pilot Cliff Secord wird 1938 un­verhofft zum „Rocketeer“ und muss seine süße Freundin Jane vor einem finsteren Nazispion retten . . .


Yipe! The Rocketeer von Dave Stevens

Dave Stevens: The Rocketeer (1982–1995)

 

Dieser Comic, der die Vorlage für Joe Johnstons Verfilmung Rocketeer (1991) liefer­te, ist ein wahres Juwel der grafischen Literatur. Der Zeichner und Autor Dave Ste­vens (1955–2008) war ein Meister seiner Zunft und besticht in seinen Werken mit außerordentlichem Detailreichtum und Sinn für korrekte Proportionen. Seine Co­mics und Illustrationen sind durchweg ein Genuss. Das gilt insbesondere für seinen Rocketeer, den er nach dem Vorbild schwungvoller alter Kinoserials wie King of the Rocket Men (1949) kreierte. Cross Cult legte 2010 eine prächtig ausgestattete, neu kolorierte, deutsche Gesamtausgabe als Hardcover vor.


Szenenfoto aus "Space Cop L.A. 1991" (Alien Nation, USA 1988) von Graham Baker; James Caan und Mandy Patinkin

Space Cop L.A. 1991 (USA 1988)

 

Das Genre des buddy cop-Films erlebte in den Achtzigerjahren einen Boom, in dem alle nur erdenklichen Paarungen ungleicher Polizisten durch­exer­ziert wurden. Wa­rum also nicht auch einmal einen Alien zum Partner machen? In Graham Bakers flottem Actionstreifen wurde diese Idee umgesetzt. Das Poten­zial des spezifischen Science-Fiction-Gehalts der Story wurde dabei allerdings völ­lig verschenkt, statt­dessen bewegt sich der Film ganz in den konventionellen Bah­nen des irdisch-pro­fanen Genres, von dem er eigentlich herrührt. Die Prämisse des Films wusste Neill Blomkamp in District 9 (2009) deutlich besser zu nutzen.


Kinoplakat für "Blob -- Schrecken ohne Namen" (The Blob, USA 1958) von Irvin S. Yeaworth Jr. (Ausschnitt)

Blob – Schrecken ohne Namen (USA 1958)

 

Der vom unabhängigen Produzenten Jack H. Harris (1918–2017) und dem Regisseur Irvin S. Yeaworth Jr. (1926–2004) mit nur 130.000 Dollar in Pennsylvania realisierte Monsterfilm hat nicht nur Steve McQueen in seiner ersten Hauptrolle zu bieten, sondern legt ein erstaunliches Maß an augenzwinkernder, ironischer Selbstreferen­tialität an den Tag – wodurch er sich schon bald nach seiner Veröffentlichung als typisches Beispiel für einen campy film ins kollektive Gedächtnis des Publikums eingrub. Vor allem aber hat er mit dem gallertartigen Blob aus dem All, der einen unendlichen Hunger auf Menschenfleisch hat, ein wirklich tolles Monster!


Cover des Romans "Die Wolken des Saturn" (The Clouds of Saturn, 1991) von Michael McCollum, im Heyne Verlag 1996 erschienen

Michael McCollum: Die Wolken des Saturn (1991)

 

Der amerikanische Luft- und Raumfahrtingenieur und nebenberuflicher Science-Fiction-Schriftsteller Michael McCollum (geb. 1946) hat mit diesem Roman ein actionorientiertes Abenteuer geschrieben, das recht kurzweilig und unterhaltsam ist, inzwischen allerdings auch etwas altbacken wirkt: Männer sind hier noch die stahlharten Helden, während die Frauen nur passiv danebenstehen und darauf warten, von ihren Helden gerettet zu werden. Der Schauplatz indes ist interessant: Im 22. Jahrhundert hat die Menschheit die unbewohnbare Erde verlassen und wohnt inzwischen in schwebenden Städten in den Wolken des Saturn.


Szenenfoto aus "Kronos" (USA 1957) von Kurt Neumann

Kronos (USA 1957)

 

Gigantisch große Monster und Dinosaurier, die unter ihren donnernden Füßen unsere Zivilisation zermalmen, feierten im Science-Fiction-Kino der Fünfzigerjahre seit der Wiederaufführung von King Kong (1933) und Ray Harryhausens Panik in New York (1953) fröhliche Umtriebe. In Kurt Neumanns munterem Effekte-Spekta­kel Kronos ist zum ersten Mal eine gesichtslose Maschine, ein gigantischer Roboter aus dem fernen Weltall, das Monster. Kronos ist darauf aus, der Erde sämtliche elektrische und atomare Energie abzusaugen. Der Film hat tolle Effekte und ver­sammelt eine Menge Science-Fiction-Themen – ein kurzweiliges Vergnügen!


Szenenfoto aus dem Film "Supergirl" (GB/USA 1984) von Jeannot Swarc; Helen Slater als Supergirl

Supergirl (GB/USA 1984)

 

Lange vor Wonder Woman (2017) oder Catwoman (2004) gab es Supergirl (1984) – den ersten Spielfilm mit einer Superheldin in der Hauptrolle. Von den Salkinds als Spin-Off der von ihnen produzierten Superman-Filme mit Christopher Reeve ange­schoben, brilliert Helen Slater ausgesprochen charmant in der Rolle der jugendli­chen Stählernen Maid. Die Tricktechnik, insbesondere in den Flugszenen, übertrifft sogar die Superman-Filme, und auch der Score von Jerry Goldsmith ist opulent. Doch ein überaus mieses Drehbuch, das grottige Overacting der anderen Darsteller und dumme Albernheiten verleiden einem leider massiv den Spaß an der Show.


Cover (Ausschnitt) der Anthologie "Noch Leben auf Ka III?" (1983) von Thomas Le Blanc (Hrsg.)

Thomas Le Blanc (Hrsg.): Noch Leben auf Ka III? (1983)

 

Diese hübsche, kleine Anthologie, gedacht für Kinder und Jugendliche, bietet zehn sehr kurz gehaltene Science-Fiction-Storys, die zum Teil von namhaften Heftro­romanautoren wie William Voltz, Rolf Serowy oder Falk-Ingo Klee, zum Teil von unbe­kannteren Newcomern verfasst wurden. Die Storys, zumeist nicht länger als zehn Seiten, sind schlicht und ihre Pointen bisweilen naiv und vorhersehbar. Aber sie machen auch heute noch Spaß – zu­mindest jemandem wie mir, der das Buch 1983 als Zwölfjähriger geschenkt bekam und daran nostalgische Erinnerungen knüpft . . .


Cover der Anthologie Mirra Ginsburg (Hrsg.), "Draußen im Weltraum" (Heyne Verlag 1970) (Ausschnitt)

Mirra Ginsburg (Hrsg.): Draußen im Weltraum (1970)

 

Die Fantastik hat in Russland seit jeher einen hohen Stellenwert; sie hat zum Teil aber auch völlig andere Motive, Stoffe und Erzählformen entwickelt als die ameri­kanisch geprägte Science-Fiction. Insofern bietet die russische Scien­ce-Fiction immer wieder interessante Leseerfahrungen. Das gilt auch für diese 1970 erschie­nene An­thologie von acht Kurzgeschichten namhafter SF-Autoren der damaligen UdSSR – von Anatoli Dnjeprow über Wladimir Grigoriew, Jeremej Parnow und Mi-chail Jem­zew bis hin zu Ilja Warschawski und den Strugazki-Brüdern. Die Geschich­ten wirken oft angestaubt, enthalten aber auch einige interessante Ideen.


Panik im Jahre Null (USA 1962)

 

Ray Milland (1907–1986) brilliert hier in einem von ihm selbst inszenierten, grimmi­gen kleinen Doomsday-Film, der eine exemplarische Fabel vom brutalen Überle­benskampf nach dem großen Atomschlag erzählt. Nachdem die Bombe Los Ange­les zerstört hat, versucht die Familie Baldwin, sich in den Bergen Kaliforniens ge­gen die überall ausbrechende Anarchie durchzusetzen, wofür dem Vater der Fa­milie jedes Mittel recht ist. Für seinen ungeschminkten Sozialdarwinismus hat der Film viel Kritik geerntet – ob zu Recht, sollte jeder Zuschauer selbst entscheiden. Ein­dringlich und beklemmend ist der Film jedenfalls auch heute noch!


Green Lantern (USA 2011)

 

Martin Campbells in sattem grün erstrahlende, leichtfüßige CGI-Superheldenmär ist wahr­scheinlich der am schlimmsten verrissene Superheldenfilm der letzten Jahre. Mit den schlechten Kritiken korrespondiert ein nur laues Einspielergebnis, das Warner Bros. dazu bewog, die hier noch beschrittenen, ausgetretenen Pfade des Genres zu ver­lassen, um mit bleierner Gewichtigkeit, düsterer Farbge­bung und Hu­morlosigkeit endlich mit Marvel gleichzuziehen und ein kohärentes Cinematic Uni-verse aufzu­bauen. Doch auch wenn sich Ryan Reynolds heute selbst über Green Lan­tern lustig macht, ist der unterhaltsame Film doch viel besser als sein Ruf.


Szenenfoto aus dem Film "The Phantom Planet" (USA 1961) von William Marshall; Richard Kiel als Mutantenmonster

The Phantom Planet (USA 1961)

 

William Marshalls kindisches Weltraumabenteuer auf einem Asteroiden namens Rehton, der unerfindlicherweise ständig als „Planet“ – oder eben als „Phantom-Pla­net“ – angesprochen wird und auf dem ein recht eigenwilliges Volk von Lilliputa­nern und Mannequins lebt, wurde von den Kritikern seit jeher mit Lust verrissen. Gewiss, die Regie ist steif, die Spezialeffekte und Bauten nur so là là und der massi­ve science babble haarsträubend idiotisch. Aber der Film hat auch eine action- und wendungsreiche Comicstrip-Handlung zu bieten, die durchaus unterhält. Und es spielt sogar Richard Kiel (!) in einem überaus dämlichen Solaritenkostüm mit.


Szenenfoto aus dem Film "Versunkene Welt" (The Lost World, USA 1960) von Irwin Allen

Versunkene Welt (USA 1960)

 

Irwin Allens Remake von Harry O. Hoyts Stummfilmklassiker von 1925, basierend auf Arthur Conan Doyles Abenteuerroman The Lost World (1912), ist leider nur eine ent­täuschende, bunte Travestie des Erzählstoffs. Statt tolle Animations­tricks zu bieten, wurden hier lebendige Warane, Leguane und andere Echsenarten mit Hörnern und Nackenschilden beklebt, in Miniaturlandschaften gefilmt und dann dem Publikum allen Ernstes als Dinosaurier verkauft. Für einige Szenen wur­den die Tiere sogar re­gelrecht gequält. Dass Claude Rains und Michael Rennie mit­spielen, reißt es dann auch nicht mehr heraus. 


Die verlorene Welt (USA 1925)

 

Dieser Stummfilm, eine Adaption von Arthur Conan Doyles Abenteuer­roman The Lost World (1912), ist das erste groß angelegte Effektespektakel und der erste abendfüllende Giant-Monster-on-the-Loose-Streifen in der Geschichte des fantas­tischen Kinos. Trickspezialist Willis H. O’Brien (1886–1962) animierte Dutzen­de von detailliert ausgeformten Dinosaurierpuppen in aufwendigen Modelllandschaften im Stop-Motion-Verfahren – ein Handwerk, das er hier erstmals massiv in einem Spielfilm einsetzte und acht Jahre später in King Kong und die weiße Frau (1933) perfektio­nieren sollte. Der Film ist auch heute noch ein Vergnügen.


Buchcover zu "Fritz Lang. Ich bin ein Augenmensch" (2014) von Norbert Grob

Norbert Grob: Fritz Lang. „Ich bin ein Augenmensch“ (2014)

 

Dieses Buch hat nur sehr mittelbar mit Science-Fiction zu tun, doch überaus lesens­wert ist es allemal. Der Mainzer Filmwissenschaftler Norbert Grob hat hier die erste umfassende Biografie von Fritz Lang (1890–1976) geschrieben, einem der größten Regisseure der Kinogeschichte, der unter anderem die Science-Fiction-Klassiker Metropolis (1927) und Frau im Mond (1929) inszenierte. Der Autor wertete erst­mals die täglichen Kalendernotizen Langs aus, um Einblick in Langs Aktivitäten zu bekommen, und zeichnet ein hochinteressantes Bild dieses Menschen, der zu Leb­zeiten nur sehr wenig über sich selbst Auskunft gegeben hat.


Szenenfoto zu dem Film "Assignment Outer Space" (Space Men, Italien 1960) von Antonio Margheriti; die BZ-88

Assignment: Outer Space (Italien 1960)

 

Antonio Margheritis erste Regiearbeit ist zugleich die erste Space Opera der römi­schen Cinecittà-Studios, der in den Sechzigerjahren noch zahlreiche weitere folgen sollten. Erzählt wird eine prall gefüllte Wundertüte von Abenteuern, die die Mann­schaft des Raumschiffs BZ-88 im Sonnensystem, unter anderem auf dem Mars und auf der Venus, erlebt. Der Film ist für nur umgerechnet 30.000 Dollar in nur 20 Ta­gen entstanden, und dafür sind die Tricks und die Ausstattung überraschend gut gelungen. Die Inszenierung ist hölzern und der Plot teils grober Unfug. Aber hey, das hier ist verfilmte, naive Pulp-Sci-Fi reinsten Wassers!


Szenenfoto zu dem Film "Planet der Vampire" (Terrore Nello Spazio, Italien/Spanien 1965) von Mario Bava

Planet der Vampire (Italien/Spanien 1965)

 

Die einzig je gedrehte Space Opera vom italienischen Kultregisseur Mario Bava (1914–1980) ist ein launiger Science-Fiction-Horrorfilm, der in den römischen Cine­città-Studios mit einfachsten Mitteln und wenig Geld realisiert wurde. Es ist beein­druckend, wie toll die Produktionswerte dennoch wirken; Bava gelingt es, mit cle­verer, bunter Ausleuchtung und reichlich waberndem Nebel eine überzeugende surreale Atmosphäre zu erzeugen, die das pulpige Abenteuer zu einem stimmigen Trip ins All machen. Dass der Film auch Ridley Scotts Alien beeinflusst haben soll, gerät da eigentlich nur zur nebensächlichen Randnotiz.


Szenenfoto aus dem Film "The TIme Machine" (USA 2002) von Simon Wells; Guy Pearce in der Zeitmaschine

The Time Machine (USA 2002)

 

Das Remake von George Pals klassischer Verfilmung des Romans von H. G. Wells, inszeniert von Simon Wells (geb. 1961), einem Urenkel des Schriftstellers, ist ein großzügig ausgestatteter und wunderschön bebildeter Film mit einem Blockbus-ter-Budget, sehr guten Schauspielern und einer gehörigen Portion Charme und sense of wonder. Alles da für einen tollen Science-Fiction-Streifen, sollte man also meinen, doch die Kritiken fielen mau aus und im Box Office floppte der Film. Schön, der Film bietet keine hintergründige Gesellschaftskritik wie der Roman, er ist ein konventionelles, absurdes Action-Abenteuer. Aber das unterhält ungemein.


Larry Niven/Edward M. Lerner: Verrat der Welten (2010)

 

Ein weiterer Roman aus dem „Ringwelt-Universum“ des kali­fornischen Bestseller­autors Larry Niven (geb. 1938), das inzwischen auf zahlreiche Bände und Kurzge­schichten angewachsen ist. Freilich, faszinierende neue Ideen, etwa fantastische neue Technologien oder kosmische Artefakte ähnlich der Ringwelt, wird der erfah­rene Larry-Niven-Leser hier nicht geboten bekommen. Insofern präsentiert sich der Roman als über­raschungsarm, hingegen Lesern, die nicht mit dem Ringwelt-Univer­sum vertraut sind, viele Hintergründe der Geschichte unklar bleiben werden. Ledig­lich Ringwelt-Fans dürften mit dem 08/15-Schmöker ihren Spaß haben.


Szenenfoto zu dem Film "Im Sumpf des Grauens" (The Alligator People, USA 1959)

Im Sumpf des Grauens (USA 1959)

 

Roy Del Ruths Horror-Science-Fiction-Film um einen verzweifelten Mann, der durch ein missglücktes medizinisches Experiment in den Sümpfen Louisianas zu einem Alligator mutiert, ist ein sehr schön ausgestatteter B-Movie, der auf dem großen Studiogelände der 20th Century Fox gedreht wurde und daher optisch sehr hoch­werti­g daherkommt. Richard Crane kämpft gegen sein schuppiges Schicksal, wäh­rend Beverly Garland in der Rolle seiner tapferen Ehefrau brilliert. Leider ist das Drehbuch spannungsarm und ohne neue Ideen, und der Alligatorenkopf am Ende des Films ist so lächerlich, dass er den Showdown völlig ruiniert.


Szenenfoto aus dem Film "Die Zeitmaschine" (The Time Machine, USA 1960) von George Pal; Rod Taylor

Die Zeitmaschine (USA 1960)

 

George Pals Verfilmung von H. G. Wells’ klassischem Roman von 1895 ist ein nos­talgisches, wunderschön ausgestattetes Science-Fiction-Abenteuer und stellt bis heute die beste filmische Adaption des Stoffs dar. Rod Taylor reist mit seiner vikto­rianischen, schlittenartigen Zeitmaschine durch ein Feuerwerk von Spe­zialeffekten und tollen Schauwerten in das ferne Jahr 802701, wo er auf die zwei Menschenras­sen von Eloi und Morlocks trifft. Dass diese von George Pal und sei­nem Drehbuch­autor David Duncan eklatant umgedeutet wurden, wurde oft kriti­siert, beschädigt aber in keiner Weise dieses Science-Fiction-Juwel.


Publicity Shot für den Film "Die Dämonischen" (Invasion of the Body Snatchers, USA 1956) von Don Siegel; Dana Wynter und Kevin McCarthy

Die Dämonischen (USA 1956)

 

Don Siegels eleganter Thriller ist mit Sicherheit der berühmteste Paranoia-Streifen des Science-Fiction-Kinos und wird noch immer von zahlreichen Aficionados ver­ehrt – völlig zu Recht. In einer kalifornischen Kleinstadt ist nichts mehr so, wie es bislang schien; die Menschen wirken plötzlich seltsam anteilnahmslos und gefühls­kalt. Der Arzt der Stadt kommt bald dahinter, dass seine Mitbürger von den Meta­morphosen außerirdischer Samenschoten ersetzt worden sind! Der Film lässt viele Deutungsmöglichkeiten zu, aber er kritisiert auf jeden Fall bedingungslose Anpas­sung und mahnt, sich seine Menschlichkeit zu bewahren.


Ausschnitt vom Buchcover zu dem Roman "Die Zeitmaschine" von H. G. Wells (The Time Machine), Ausgabe vom dtv Verlag 2017

H. G. Wells: Die Zeitmaschine (1895)

 

Der Debutroman von Herbert George Wells (1866–1946), dem vielleicht bedeu­tendsten Gründervater der modernen Science-Fiction-Literatur und nach wie vor einer der besten Schriftsteller des Genres, war auf Anhieb ein großer Wurf: ein packendes, ungemein imaginatives und anregendes Werk, das über seine reine Abenteuerhandlung hinaus eine bestechende Spekulation über die Zeit und eine beißende Kritik an den sozialen Verhältnissen des ausgehenden 19. Jahrhunderts enthält. Ein Forscher gelangt mit seiner Zeitmaschine in das Jahr 802701 – und findet eine genetisch degenerierte Menschheit im Niedergang vor.


Frau im Mond (Deutschland 1929)

 

Nach seinen monumentalen, sündhaft teuren Filmepen Die Nibelungen (1924) und Metropolis (1927) musste sich Fritz Lang in seinem letzten Stummfilm Frau im Mond mit einem deutlich geringeren Budget begnügen. Ornamente der Masse gibt es hier keine mehr, dafür beeindruckt der Film mit der ersten filmischen Darstellung eines Raumfahrtflugs zum Mond, die sich um größtmögliche technisch-wissen-schaftliche Genauigkeit bemühte und bereits vieles vorwegnahm, was später mit den Apollo-Missionen tatsächlich realisiert wurde. Dramaturgisch ist der Film leider reichlich zähflüssig und wirkt etwas steril. Und die Handlung ist banal.


Buchcover zu dem Roman "Das große Verschwinden" (The Dissappearance, 1951) von Philip Wylie, Ausgabe vom Heyne Verlag 1969

Philip Wylie: Das große Verschwinden (1951)

 

In diesem Roman entwickelt Philip Wylie (1902–1971) ein faszinierendes Szenario: Plötzlich verschwinden alle Frauen auf der Erde, und die Frauen erleben das Ereig­nis umgekehrt genauso: Alle Männer verschwinden spurlos. Das Universum hat sich in zwei Parallelwelten geteilt, in denen die Geschlechter fortan getrennt voneinan­der existieren. Wylie nutzt seine ungewöhnliche Prämisse dazu, das desolate und un­gleiche Verhältnis beider Geschlechter zueinander intensiv zu reflektieren, und plädiert für eine freiere Sexualität und die Gleichstellung der Frau. Ein interessantes Werk, das stilistisch leider oft ins Theoretisch-Diskursive abgleitet.


Cover des Romans "When Worlds Collide" von Edwin Balmer und Philip Wylie (University of Nebraska Press 1999; Bildausschnitt)

Philip Wylie/Edwin Balmer: After Worlds Collide (1933/34)

 

Der Nachfolgeroman, mit dem Philip Wylie und Edwin Balmer die Geschichte ihres Bestsellers When Worlds Collide (1932/33) weitererzählen, wird von den Kritikern meistens geringer geschätzt als der Vorgänger – zu Unrecht, wie ich finde. Das pul­pige Abenteuer des ersten Bandes geht hier überaus spannend und aufregend wei­ter: Die Flüchtlinge von der vernichteten Erde sind auf dem ins Sonnensystem ein­gewanderten Planeten Bronson Beta gelandet, versuchen nun, sich auf ihm anzu­siedeln und müssen einigen Gefahren trotzen – unter anderem Nazis, Kommunis­ten und Japanern, die ebenfalls auf Bronson Beta eingetroffen sind.


Cover des Romans "When Worlds Collide" von Edwin Balmer und Philip Wylie (Frederick A. Stokes Company 1933; Bildausschnitt)

Philip Wylie/Edwin Balmer: When Worlds Collide (1932/33)

 

When Worlds Collide von Philip Wylie (1902–1971) und Edwin Balmer (1883–1959) ist der klassische Weltuntergangsroman der Science-Fiction-Literatur. Ein ungeheures Szenario von epischer Breite – die Kollision der Erde mit einem fremden Planeten –, Protagonisten von unerschütterlichem Heldenmut und jede Menge Dreißigerjahre-Zeitgeist: Der Science-Fiction-Autor John Varley nannte den Roman recht treffend “the Gone With the Wind of the after-the-apocalypse-stories”. George Pal verfilmte 1951 erfolgreich die abenteuerliche Geschichte, die auch heute noch sehr unterhalt­sam zu lesen ist.


Szenenfoto aus dem Film "Donovans Hirn" (Donovan's Brain, USA 1953); Lew Ayres und Gene Evans

Donovans Hirn (USA 1953)

 

Die zweite Verfilmung von Curt Siodmaks Bestseller Donovans Gehirn (1942) ist diejenige, die sich am engsten an die Romanvorlage hält und gemeinhin auch als die gelungenste angesehen wird. Die Regie von Felix E. Feist ist knackig-konzen-triert, Bühnenbild und Ausstattung sind für einen B-Movie exzellent und die Dar-steller agieren hervorragend. Vor allem Lew Ayres (1908–1996) glänzt als mad scien-tist Dr. Patrick Cory, der in seinem Labor heimlich das explantierte Gehirn eines Fi-nanzmagnaten in einem Glastank am Leben erhält und von ihm telepathisch über-nommen wird. Und: Nancy Reagan spielt auch mit!


Szenenfoto aus dem Film "The Lady and the Monster" (USA 1944) von George Sherman; Erich von Stroheim

The Lady and the Monster (USA 1944)

 

Der klassische Science-Fiction/Horror-Roman Donovans Gehirn (1942) von Curt Siodmak wurde bislang dreimal verfilmt – dies hier ist die erste Verfilmung von Re­public Pictures. Regisseur George Sherman und die Drehbuchautoren Dane Lussier und Frederick Kohner machten aus dem Stoff einen mad scientist-Streifen alter Schule, der mit expressionistischer Beleuchtung und schauerlicher Atmosphäre wu­chert. Der Film hat einen hervorragenden Erich von Stroheim (1885–1957) als ver­rückten Wissenschaftler zu bieten, ist aber auch bekannt für das grottenschlechte Schauspiel von Vera Hruba Ralston, der Freundin von Republic-Boss Henry Yates.


Szenenfoto aus dem Film "Ex Machina" (GB 2015) von Alex Garland; Alicia Vikander als Ava

Ex Machina (GB 2015)

 

Der Schriftsteller und Drehbuchautor Alex Garland (geb. 1970) hat mit seinem Re­giedebut Ex Machina, für das er auch das Drehbuch verfasste, auf Anhieb ein groß­artiges Science-Fiction-Drama hingelegt, das den Titel „Meisterwerk“ mehr als ver­dient hat. Selten wurde das Thema künstlicher Intelligenz im Kino so intelligent, nachdenkenswert und packend verhandelt wie hier. Ava ist eine von einem moder­nen Frankenstein geschaffene Roboterfrau, die in einem Turingtest, dem sie unter­zogen wird, ihren Tester zusehends becirct und in ein Psychoduell verstrickt. Nicht die KI, der Mensch ist es am Ende, der hier in Frage gestellt wird.


Szenenfoto aus dem Film "Angriff der Riesenkralle" (The Giant Claw, USA 1957) von Fred F. Sears

Angriff der Riesenkralle (USA 1957)

 

Der berüchtigte Low-Budget-Produzent Sam Katzman (1901–1973) schob 1957 die­sen Monsterfilm-cheapie unter der Regie von Fred F. Sears (1913–1957) an, in dem ein gigantischer Raubvogel aus dem Weltraum großen Appetit auf Flugzeuge, Eisenbahnen und vorlaute Teenager entwickelt und – Ehrensache für ein Holly­wood-Filmmonster – das Empire State Building in New York platt macht. Der Cast ist mit Jeff Morrow, Mara Corday und Morris Ankrum sehr gut besetzt, aber die fürchterlich miesen Tricks ruinieren die Show heillos. Allgemein gilt die „Riesen­kralle“ als eines der lächerlichsten Filmmonster aller Zeiten. Zu Recht.


Die Teufelswolke von Monteville (GB 1958)

 

Der mit winzigem Budget gedrehte Science-Fiction-Thriller von Quentin Lawrence (1920–1979) türmt eine Menge fantastischer Elemente auf, ohne sie je zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzufügen: Es wimmelt in dem Film von parapsychi­schen Hellseherinnen, enthaupteten Leichen, Hackebeile schwingende Psychopa­then und außerirdischen Monstern, die wie gigantische, scheußliche Zecken mit langen Tentakeln und nur einem zuckenden Auge aussehen. Der Film ist sehr atmo­sphärisch und macht Laune, doch um die Logik hat sich Drehbuchautor Jimmy Sangster leider einen feuchten Kehricht gekümmert.


Ausschnitt aus dem Buchcover von Chris Taylor, "Wie Star Wars das Universum eroberte" (Wilhelm Heyne Verlag München 2015)

Chris Taylor: Wie Star Wars das Universum eroberte (2015)

 

Dieser 768 Seiten dicke Wälzer vom kalifornischen Journalisten und glühenden Star Wars-Hardcore-Fan Chris Taylor ist die ultimative Geschichte des Star Wars-Fran­chises – von den ersten inspirierenden Einflüssen wie etwa Flash Gordon auf den kleinen George Lucas in den Fünfzigerjahren über die verwickelte Entstehungsge­schichte des Star Wars-Drehbuchs und den Dreharbeiten bis hin zum Verkauf von Lucasfilm an Disney 2012. Auch das enthusiastische Star Wars-Fandom wird aus­giebig von Taylor dargestellt. Vor allem aber ist das Buch überaus unterhaltsam geschrieben – man will es kaum aus der Hand legen.


Ausschnitt des Buchcovers "Auf zwei Planeten" (1897) von Kurd Laßwitz, Volksausgabe von 1913

Kurd Laßwitz: Auf zwei Planeten (1897)

 

H. G. Wells war nicht der Einzige, der 1897 zum ersten Mal eine feindliche Invasion von Marsianern auf der Erde schilderte. Sein Roman Krieg der Welten ist auch heute noch weltberühmt. In Deutschland indes hatte der Autor und Gymnasialleh­rer Kurd Laß­witz (1848–1910) unabhängig von Wells dieselbe Idee. Sein monumen­taler Roman Auf zwei Planeten erzählt von Marsianern, die die Menschheit mit ihrer hohen aufgeklärten und sittlichen Kultur erziehen wollen. Das führt allerdings zu großen Spannungen und schließlich in einen Krieg. Das Werk gilt zu Recht als der bedeu­tendste Klassiker der frühen deutschen Science-Fiction-Literatur.


Szenenfoto aus dem Film "Arrival" (USA 2016) von Denis Villeneuve; Amy Adams

Arrival (USA 2016)

 

Denis Villeneuves Film ist ein mutiges und ziemlich intelligentes Science-Fiction-Drama, das sich mit dem hochinteressanten Problem der Kommunikation mit Au­ßerirdischen in einer alles in allem sprachwissenschaftlich glaubwürdigen Art und Weise beschäftigt. Derartige Versuche begegnen im Kino wahrlich nicht oft. Aller­dings leidet der Film unter einem zu zähen Fluss und lässt den Zuschauer zu lang darüber im Ungewissen, wo er eigentlich hin will. Die Auflösung schließlich entwi­ckelt höchst problematische Begriffe von Zeit und Schicksal. Nichtsdestotrotz sehenswert.


Szenenfoto aus dem Film "Operation Ganymed" (BRD 1977) von Rainer Erler

Operation Ganymed (BRD 1977)

 

Der TV-Regisseur Rainer Erler (geb. 1933) ist zweifellos der profilierteste deutsche Science-Fiction-Filmer der Siebzigerjahre. Sein Raumfahrtfilm Operation Gany­med wurde auf dem Science-Fiction-Film-Festival in Triest 1978 zum besten Film des Jahres gewählt. Zu Recht: Der Film ist ein außerordentlich packendes, intelli­gentes und vielschichtiges Science-Fiction-Erlebnis, das hervorragend inszeniert ist und ausgezeichnete Darsteller vorweisen kann. Darüber hinaus glänzt er mit einer Ausstattung und visuellen Tricks, die angesichts der begrenzten Geldmittel im damaligen deutschen Fernsehen beachtlich sind.


Pressefoto aus dem Film "Amazonen des Urwalds" (Prehistoric Women, USA 1950)

Amazonen des Urwalds (USA 1950)

 

Dieses drollige kleine Steinzeitabenteuer ist ohne Frage eine durchschaubare, höl­zern und jugendfrei inszenierte Peepshow: ein für ein männliches Publikum ge­machter exploitation film, der allein darauf aus ist, schöne Frauenkörper halbnackt in Szene zu setzen und im Rahmen einer urwüchsigen, ungehobelten Steinzeitge­sellschaft sexuelle Fantasien zu bebildern. Hier will die Frau vom Manne wirklich nur das eine, und dafür legt sie sich richtig ins Zeug und erlegt den Kerl mit Steinen und Fallen! Der Film ist recht stumpf, aber doch irgendwie unterhaltsam – und in Farbe! Leider ist er heute nur noch in erbärmlicher Bildqualität zu sehen.


Auf U-17 ist die Hölle los (USA 1959)

 

Das absurde Unterwasserabenteuer vom ehemaligen Serial-Filmer Spencer Gordon Bennet (1893–1987) hat nicht nur einen selten dämlichen deutschen Verleihtitel (der nichtssagende Originaltitel The Atomic Submarine ist kaum besser) – der hölzerne, über weite Strecken stinklangweilige Low-Budget-Streifen hat auch sonst nur wenig zu bieten. Dass die Story und die Spezialeffekte von Jack Rabin (1914–1987) und Irving Block (1910–1986) stammen, lässt zunächst auf ein munteres Science-Fiction-Abenteuer hoffen. Doch leider bleibt der Film trotz einiger guter Einfälle und surrealer Einstellungen zu behäbig, um irgendwie zu fesseln.


Szenenfoto aus dem Film "Sunshine" (GB 2007) von Danny Boyle

Sunshine (GB 2007)

 

Der vom britischen Top-Regisseur Danny Boyle meisterhaft inszenierte Raumfahrt­film ist eine meditative, mitreißend bebilderte Reise ins gleißende Licht der Sonne – und eine Höllenfahrt in die dunkelsten Tiefen der menschlichen Psyche. Der Film erzählt von der Unmöglichkeit, immer richtig zu entscheiden, von schmerzhaftem Aufopferungswillen und Heldentum – und vom bitteren Versagen in einer existen­ziellen Ex­tremsituation. Selten konnte ein Science-Fiction-Film derart starke und glaubwür­dige Charaktere vorweisen. Trotz eines schwachen letzten Drittels ist Sunshine einer der besten Science-Fiction-Filme der letzten zwei, drei Dekaden.


Szenenfoto aus dem Film "Die Eroberung des Weltraums" (Conquest of Space, USA 1955) von Byron Haskin und George Pal

Die Eroberung des Weltalls (USA 1955)

 

Dieses von George Pal (1908–1980) produzierte bunte Weltraumabenteuer, das vom Bau einer radförmigen Raumstation im Erdorbit und vom ersten bemannten Flug zum Mars erzählt, gilt gemeinhin als der schwächste von Pals Science-Fiction-Streifen. Das Drehbuch ist dröge, Handlung und Figuren strotzen vor Klischees, und die ambitionierten Spezialeffekte, die durchaus wunderschöne Schauwerte bieten, lassen leider technische Schwächen wie flackernde bis durchscheinende Komposit­aufnahmen und dicke matte-Linien erkennen. Auch hier konnte Pal sich eine christ­liche Botschaft nicht verkneifen. Nichtsdestrotrotz ist der Film sehenswert.


Iain Banks: Welten (2009)

 

Der Schotte Iain M. Banks (1954–2013) gilt als einer der herausragendsten Science-Fiction-Autoren der jüngsten Zeit. Die New York Times feierte ihn als „bedeu­ten­sten Science-Fiction-Autor der Gegenwart“, und die britische Times zählte ihn 2008 zu den „größten britischen Schriftstellern seit 1945“. Das undurchdachte und prä­ten­tiöse Viele-Welten-Wirrwarr, das Iain Banks dem Leser in seinem Roman Welten ser­viert, spottet allerdings dieser Verzückungen und ist ein uninspi­riertes, ärgerli­ches Desaster – zynisch, vor Sex und Gewalt triefend und in plumper Manier auf hochsprachlichen Kunstan­spruch aus. Ein fürchterlich verkopftes „Meisterwerk“.


Die Bestie aus dem Weltenraum (USA 1957)

 

Der Monsterstreifen aus der Werkstatt des Stop-Motion-Meisters Ray Harryhausen (1920–2013) ist gut getrickst, recht spannend aufgebaut und legt ein kurzwei­liges Tempo vor. Erneut beeindruckt, was Harryhausen tricktechnisch zu bewerk­stelligen vermochte. Sein Monster von der Venus ist hervorragend animiert und wirkt sehr ge­schmeidig und lebendig, wofür vor allem die gut getimten Bewegungsab­läufe und die ständigen Schwanzbewegungen des Tieres sorgen. Besonders ge­lungen sind der Kampf der Bestie mit einem Elefanten in den Straßen von Rom und die Szenen, in denen das Monstrum auf den Zinnen des Kolosseums wütet. 


Larry Niven: Myriaden (1973)

 

Der Hard-SF-Autor Larry Niven hat nicht nur großartige Romane wie den welt­be­rühmten Bestseller Ringwelt (1970) geschrieben, sondern auch exzellente Kurz­geschichten verfasst, von denen in diesem Band neun versammelt sind. Tausend Wege des Alls, Gestrandet auf Pluto und Generalprobe Weltuntergang (auch be­kannt als Wechselhafter Mond) sind Klassiker der Science Fiction Shortstory, die sich durch frappierende Gedankenspiele und nicht selten auch durch trockenen Humor auszeichnen. Freilich enthält die Sammlung auch schwächere Geschichten, doch alles in allem ist Myriaden eine sehr unterhaltsame Lektüre.


Die Wespenfrau (USA 1959)

 

Dieser dürftige Streifen von Low-Budget-Ikone Roger Corman ist eine billige Nach-ahmung von Kurt Neumanns Horrorfilm Die Fliege (1958). Er wurde in fünf Tagen mit einem Budget von nur etwa 50.000 Dollar gedreht. Die zähe, einfallslose Insze-nierung verschenkt das interessante Potenzial des Plots völlig. Die Wespenfrau ist nicht durch und durch schlecht, vor allem seine Hauptdarstellerin Susan Cabot ist großartig, aber dem Film gelingt es nicht einmal annähernd, Unbehagen, Thrill und Horror zu erzeugen. Stattdessen ist er über weite Strecken einfach nur langweilig. Und das Versprechen seines Kinoplakats löst er natürlich auch nicht ein. Leider.


Sphere – Die Macht aus dem All (USA 1998)

 

Sphere ist passable Science-Fiction-Kost: Der von Barry Levinson (geb. 1942) als so­lider Thriller inszenierte Film ist fesselnd und unterhaltsam und punktet insbeson­dere mit seinen hervorragend agierenden Stars Dustin Hoffman, Sharon Stone und Samuel L. Jackson. Der Film hat allerdings auch mit gravierenden Schwächen zu kämpfen. Er fährt keine besonders originellen Ideen auf, krankt an brüchiger Logik und verärgert mit einem lachhaften, absurden Ende. Die bereits 1987 erschienene Romanvorlage stammt aus der Feder von Michael Crichton (1942–2008), dem Groß­meister des technologischen Thrillers. Er hat schon bessere Romane verfasst.


Szenenfoto aus dem Film "Der Flug des Navigators" (Flight of the Navigator, USA/Norwegen 1986) von Randal Kleiser; Joey Cramer als David Freeman und die KI Max

Der Flug des Navigators (USA/Norwegen 1986)

 

Knuffige Familien-Unterhaltung mit einer harmlos-verniedlichten UFO-Thematik – so ließe sich dieser charmante Film charakterisieren. Der Film ist ein liebenswertes und effektvolles Science-Fiction-Abenteuer für Kinder und Eltern. Ja, der Film ist ein typisches, teilweise zuckriges Disney-Produkt, und ein weiteres Mal wird der My­thos der wohlgeratenen weißen Middleclass-Familie gefeiert. Aber der Film zau­bert auch gekonnt die fantastischen Träume kleiner (und großer) Jungs auf die Leinwand. Welcher vorpubertäre Junge hat nicht schon einmal davon geträumt, von gütigen Außerirdischen zu einer Reise ins Weltall eingeladen zu werden?


Rakete 510 (GB 1959)

 

Ein Jahr nach Ungeheuer ohne Gesicht (1958) ließ dasselbe Produktionsteam einen weiteren pseudo-amerikanischen Science-Fiction-Schocker drehen: Rakete 510 von Robert Day (1922–2017). Der Film ist leider nicht annähernd so launig wie der Vor-gänger, der immerhin noch spektakuläre Spezialeffekte vorzuweisen hatte. Rakete 510 erzählt vom ersten Menschen, der sich mit einem suborbitalen Raketenflug ins Weltall hinausgewagt hat – und durch eine Kruste aus Meteorstaub, die sich auf ihn legt, prompt in ein blutsaugendes Monster verwandelt. Die Darsteller sind okay, aber der Film ist insgesamt sehr zäh und hat nur wenig Schockmomente.


Szenenfoto aus dem Film "Ungeheuer ohne Gesicht" (Fiend Without a Face, GB 1958) von Arthur Crabtree

Ungeheuer ohne Gesicht (GB 1958)

 

Dieser kleine Science-Fiction-Thriller aus England zählt gewiss zu den schrillsten Monsterfilmen, die die Fünfzigerjahre hervorgebracht haben. Die Monster sind aus puren Gedankenkräften entstandene kriechende Gehirne mit schnecken­artigen Fühlern, einem beweglichen Rückenmark und Tentakeln – und sie ernähren sich bevorzugt damit, Menschen ihren Hirnschmalz auszusaugen. Der makabre Show­down, in dem die angreifenden Gehirne mit Äxten und Schusswaffen zermatscht werden, dass das Blut nur so spritzt, bot für damalige Verhältnisse ziemlich viel Splatter. Und die Stop-Motion- und Animationstricks sind ausgesprochen gut!


Passengers (USA 2016)

 

Morten Tyldums sehr stilvolles und visuell opulentes Weltraum-Drama erzählt eine ungewöhnliche Robinsonade auf einem interstellaren Raumschiff. Alle Menschen an Bord verbringen die 120 Jahre dauernde Reise im künstlichen Tiefschlaf, doch durch einen Unfall wird ein einzelner Passagier zu früh geweckt – 90 Jahre vor der Ankunft am Ziel, dem Planeten Homestead II. Die Einsamkeit bringt den Einsiedler an Bord des Luxusschiffes schließlich dazu, sich aus den anderen Passagieren eine Gefährtin auszusuchen und aufzuwecken – eine moralisch ungeheuerliche Tat, deren Behandlung im Film prompt auf harsche Kritik traf.


Just Imagine (USA 1930)

 

Dieser Film wird häufig als einer der bizarrsten Streifen in der Geschichte des Science-Fiction-Kinos bezeichnet. Zu Unrecht, wie ich finde, denn der Film will gar keine Science-Fiction sein, sondern präsentiert sich stattdessen als eine leichtge-wichtige Musical-Komödie, die um eines ungewöhnlichen Settings willen in der Zukunft des New Yorks von 1980 angesiedelt ist. Immerhin war der Film mit über einer Million Dollar enorm teuer und bietet wirklich spektakuläre Bauten für die giant city von morgen, die sogar Fritz Langs Metropolis (1927) übertreffen. Als Musical und auch als Komödie ist der Film allerdings durchwachsen.